Referenzen Naturgefahren & Wasserbau

Dezember 2017: Rutschverbau Himmelrich

Im Juni 2015 rutschte im Bereich Himmelrich bei Kriens ein Bacheinhang des Schlossbaches ab. Dabei wurde ein Holzkasten und eine Meteorleitung beschädigt. Oberhalb der Rutschfläche liegt ein überbautes Grundstück mit einem Vorplatz, welcher durch Nachrutschungen gefährdet war. Wir erhielten im Unterakkord den Auftrag, ein Variantenstudium zur Sicherung des Hanges und des bestehenden Holzkastens zu erstellen. Die Bauherrschaft hat sich für die Variante Holzkasten kombiniert mit Hangrost und ingenieurbiologischen Massnahmen entschieden. Wir durften anschliessend ein Bau- und Auflageprojekt für diese Variante ausarbeiten und nach erteilter Bewilligung die örtliche Bauleitung wahrnehmen.

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Oktober 2017: Gefahrenkarte Dorfbach Horw und Zuflüsse

Der Dorfbach Horw verursacht im Siedlungsgebiet Horw öfters Überschwemmungen. Im Rahmen der Ausarbeitung eines Vorprojekts für Hochwasserschutzmassnahmen wurde die gesamte Hydrologie des Dorfbaches inkl. Seitenbäche neu erarbeitet. Da die neu bestimmten Abflüsse deutlich von denjenigen der bisherigen Gefahrenkarte abweichen, wurde eine Teilüberarbeitung der Gefahrenkarte beschlossen. Die belop gmbh durfte im Auftrag der Gemeinde Horw die Gefahrenkarte für den Dorfbach und seine Seitenbäche überarbeiten. Die Arbeiten bestanden aus einer Feldbegehung der Gerinne zwecks Abschätzung der Geschiebe- und Schwemmholzfrachten sowie Festlegung der Fliesswege, der Szenarienbildung und Wirkungsanalyse sowie der Verifikation im Gelände. Für den Dorfbach wurde eine Modellierung mit BASEMENT durch die Schubiger AG Bauingenieure Hergiswil vorgenommen, welche im Anschluss durch die belop gmbh verifiziert wurde. Die Resultate wurde in einem technischen Bericht, in Faktenblätter der einzelnen Bäche sowie der Gefahrenkarte nach dem Geodatenmodell des Kantons Luzern dokumentiert.

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Sommer 2017: Abschluss Hochwasserschutzprojekt Lutisbach, Oberägeri/Unterägeri

In der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2011 ereignete sich im Lutisbach ein Hochwasserereignis, bei dem die Kantonsstrasse übersart und überschwemmt wurde und an verschiedenen Stellen im Gerinne Schäden entstanden. Im Anschluss an dieses Ereignis durfte die belop gmbh eine Variantenstudie zu Hochwasserschutzmassnahmen für den gesamten Lutisbach, sowie anschliessend ein Vorprojekt und das Bau- und Auflageprojekt ausarbeiten. Das Gesamtkonzept beinhaltet den Bau eines Geschiebesammlers oberhalb der Erlibergstrasse, neue Durchlässe an der Erliberg-, der Alten Land- und der Kantonsstrasse sowie ein Gerinneverbau zwischen Erlibergstrasse und Kantonsstrasse mit Ausnahme des Felsabschnittes.

Am 19. Oktober 2015 starteten die Bauarbeiten im unteren Abschnitt mit umfangreichen Werkleitungsumlegungen sowie Gerinnebau in engen Verhältnissen zwischen privaten Gärten. Im Anschluss wurde das Gerinne oberhalb der Alten Landstrasse erstellt und in einer zweiten Bausaison ab Herbst 2016 der Geschiebesammler sowie das Gerinne im oberen Abschnitt gebaut und im Mai 2017 beendet. Die belop gmbh durfte die Ausführungen als Bauleitung begleiten.

Das Siedlungsgebiet Mittenägeri sowie die Kantonsstrasse sind nun bis zu einem seltenen Ereignis vor Hochwasser geschützt und das Gerinne konnte ökologisch aufgewertet werden.

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Oktober 2015: Schutzdamm Dörfli, Riemenstalden

Der Dorfkern Dörfli der Gemeinde Riemenstalden wird durch Lawinen, Sturz- und Wasserprozesse gefährdet. Die belop gmbh konnte im Rahmen einer Vorstudie 2013 verschiedene Massnahmen aufzeigen um das bestehende Schutzdefizit zu beseitigen. Im Jahr 2014 konnte das Bauprojekt für einen Ablenkdamm erarbeitet werden, worauf die Bauarbeiten im Herbst 2014 starteten.

Der Ablenkdamm weist eine Länge von 260m und ein wirksame Dammhöhe von 5.5-6.0m auf. Das Bauwerk wurde komplett begrünt und steht abgesehen von der steilen bergseitigen Böschung wieder vollumfänglich der Landwirtschaft zur Verfügung. Dank dem Einbau eines erdbewehrten Stützsystem (TerraMur von Sytec) ist aber auch die Steilböschung begrünt, womit sich das Bauwerk optimal in die Landschaft einfügt. Die Verwendung dieses Systems hatte zudem einen positiven Einfluss auf die notwendigen Fahrten für Materialanlieferung, konnte doch mehrheitlich mit dem angetroffenen Material gearbeitet werden.

Seit der Fertigstellung des Ablenkdammes im Sommer 2015 schützt er das Dörfli wirksam vor Naturgefahren.

In der östlich des Lawinenablenkdamms gelegenen Runse wurden ebenfalls Schutzmassnahmen geplant. Die belop gmbh konnte dort bei der Planung und Ausführung der Arbeiten mitwirken. Eine Evaluation verschiedener Möglichkeiten basierend auf den neusten Grundlagen bezüglich der vorliegenden Gefährdung durch Schneerutsche und Kleinlawinen ergab, dass ein Lawinenauffangnetz die wirksamste Schutzmassnahme ist. Das Lawinenauffangnetz konnte im Frühjahr 2017 erstellt werden. Somit ist das Dörfli nun auch vor diesen Gefahren geschützt.

 

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Juni 2016: Naturgefahrenabwehrprojekt Rutschung Hintergraben

Im Gebiet Hintergraben, Gemeindegebiet der Einwohnergemeinde Sarnen, führten in den letzten Jahren – insbesondere im Frühling 2013 – permanente, tiefgründige Rutschbewegungen zu markanten Schäden an Gebäuden, Erschliessungsanlagen und Infrastrukturen. Infolge dessen wurde ein Naturgefahrenabwehrprojekt durch eine eigens dafür gebildete Ingenieurgemeinschaft (belop gmbh, GEOTEST AG und Schubiger AG) in Zusammenarbeit mit einer behördlichen Fachgruppe, dem Amt für Wald und Landschaft OW, den verantwortlichen der Einwohnergemeinde Sarnen und dem Bundesamt für Umwelt BAFU ausgearbeitet. Während der Projektrealisierung durften wir die Bauleitung der Baulose mit Schwerpunkt in den Bereichen Gerinneinstandsetzung, Gerinneverlegung, Sohlensicherung, Entwässerung und Ingenieurbiologische Massnahmen wahrnehmen. Mit den realisierten Massnahmen wird sichergestellt, dass das Bach- und Oberflächenwasser im Rutschgebiet geordnet und zügig abfliesst und der Versickerungsprozess in den Rutschkörper möglichst gering ausfällt. Zusätzlich wird sichergestellt, dass bis zu Unwetterereignissen einer gewissen Grösse keine Gerinneausbrüche stattfinden und dadurch auch keine grösseren Wassermassen punktuell in die Rutschfläche infiltrieren können.

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Mai 2016: Projekt- und Bauleitung SOMA Rudenz

Heftige Gewitter mit intensiven Niederschlägen führten am 6 und 7. Juni 2015 im Kanton Obwalden zu Unwetterschäden. Besonders stark betroffen war Rudenz in Giswil. Dort führten die Wassermassen und der Geschiebetransport zu Schäden an Häusern, an der Bahnlinie und an landwirtschaftlich genutzten Flächen. Infolge der Situation wurden Sofortmassnahmen beschlossen. Zum einen wurde das Bodengräbli oberhalb Rudenz ausgedolt und mit Holzsperren verbaut. Zum anderen wurde der Aeschigraben unterhalb der Zentralbahnlinie mit einem Holzsperrenverbau gesichert. Die Massnahmen wurden abschliessend mit Heckenpflanzungen ergänzt. Die belop gmbh durfte in Zusammenarbeit mit der Schugbier AG Obwalden die Projektierungsarbeiten ausführen und war für die Bauleitung zuständig.

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März 2016: Gefahrenbeurteilung ASTRA Los 20 Bern bis Genf

Im Auftrag des Bundesamtes für Strassen ASTRA haben die belop gmbh und die CSD Ingenieure AG als IG die Beurteilung der gravitativen Naturgefahrenprozesse entlang der Nationalstrassen N1, N1A, N6, N9, N12 zwischen Bern und Genf durchgeführt. Die belop gmbh war für die Beurteilung der Wassergefahren zwischen Bern und Lausanne zuständig. Insgesamt wurde in unserem Verantwortungsbereich bei mehr als 100 Gewässern das Gefahrenpotenzial abgeschätzt. Für die Beurteilung wurden die Gewässer entlang der Nationalstrassen begangen und wesentliche Einflussfaktoren für die Gefahrenabschätzung dokumentiert. Zusätzlich wurden die für die Nationalstrassen relevanten Schutzbauten erhoben und nach PROTECT evaluiert. In einem weiteren Schritt haben wir Ereignisse aus den Datenbanken des Bundes, der Kantone und der SBB zusammengetragen und analysiert. Auch bereits vorhandene Gefahren- und Intensitätskarten sind zur Beurteilung beigezogen worden. Letztendlich wurden für kritische Gewässer deren Hochwasserabfluss sowie die Kapazitäten der Durchlässe berechnet. Für jedes Gewässer haben wir anschliessend ein Factsheet mit den erhobenen Daten und den daraus abgeleiteten Szenarien für HQ10, HQ30, HQ100, HQ300 und HQ extrem erstellt. Im Anschluss wurden die Intensitätskarten generiert und das detaillierte Datenmodell ausgefüllt. Mittels der digitalisierten Intensitätskarten konnte abschliessend das Risiko für die bearbeiteten Nationalstrassen errechnet werden.

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Dezember 2015: Ereignisdokumentation Unwetter 6. und 7. Juni 2015, Kanton Obwalden

Im Kanton Obwalden – insbesondere in den Gemeinden Giswil, Kerns, Lungern und Sachseln – führten am 6. und 7. Juni 2015 intensive Gewitter zu Hochwasser und erhöhtem Geschiebetransport in den Gerinnen. Zudem rutschten die stark mit Wasser gesättigten Böden im Bereich von steileren Hanglagen ab. Die Wasser- und Geschiebemassen führten zusammen mit Erdrutschen zu Schäden an Häusern, Infrastruktur sowie Umwelt und bildeten stellenweise ein neues Gefahrenpotenzial für Personen und Sachwerte. Die belop gmbh erhielt vom Amt für Wald und Landschaft des Kantons Obwalden den Auftrag, die Ereignisse anhand von Kartierungsarbeiten, Fotos und Formularen zu dokumentieren. Dazu wurden Position und Ausmass der Rutschflächen aufgenommen und charakteristische Daten im Rüfenformular erhoben. Gerinne und Gräben, welche von den Unwettern besonders stark betroffen waren, wurden begangen. Dabei wurden die durch das Hochwasser verursachten Prozesse kartiert und relevante Daten im Formular des Ereigniskatasters festgehalten. Fotodokumentationen ergänzen diese Prozesskarten und Formulare. Die Daten dienen einerseits der darauffolgenden Massnahmenplanung und anderseits dem integralen Risikomanagement, indem sie im Naturereigniskataster StoreME abgelegt werden und den Behörden, den Planungsbüros und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, um zukünftige Gefahrenabschätzungen zu verifizieren und das Prozessverständnis zu verbessern.

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September 2014: Hochwasserabschätzung für die Schweizer Praxis

Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU erarbeitet die belop gmbh seit Anfang 2014 eine neue Methode zur Abschätzung von Hochwassern in der Schweiz. Der Schwerpunkt liegt dabei weniger auf den Spitzenwerten des Abflusses, sondern vielmehr auf den Wassermengen, die während eines Ereignisses zum Abfluss gelangen. Diese Durchflussmengen sind von grosser praktischer Bedeutung, so etwa für die Dimensionierung von Rückhaltebecken und Dämmen, die Erstellung von Gefahrenkarten, die Abschätzung des Geschiebetransports oder die Seeregulierung. Eine zuverlässige Abschätzung solcher Werte ist heute nur möglich, wo lange Messreihen des Abflusses vorliegen – was in den wenigsten Fällen zutrifft.

Ziel der Arbeiten ist es, eine in der Praxis gut anwendbare Methodik zu entwickeln, welche zugleich auch auf dem neuesten Stand der Forschung ist. Das Projekt läuft über vier Jahre und entsteht in Zusammenarbeit mit den Universitäten Zürich und Grenoble sowie der AIC Ingénieurs Conseils SA Lausanne.

 

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August 2014: Sanierung Wildbachsperren Silberbach, Stallikon (ZH)

Die vor knapp 20 Jahren erstellten Holzsperren im Silberbach sind in einem schlechten baulichen Zustand und müssen saniert werden. Als Bestvariante betreffend Nachhaltigkeit, Kosten-/Nutzenverhältnis sowie Natur- und Landschaftschutz ergab sich ein System aus Stufen/Becken und Steinsperren in Blöcken sowie Holzsperren aus Lärchenholz. Im Auftrag der Gemeinde Stallikon erarbeiteten wir zusammen mit der Solka + Partner AG sowie der Schubiger AG Obwalden die Vorstudie sowie das Bauprojekt und begleiteten die Ausführung.

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Januar 2014: Anpassung Gefahrenkarten Wasser und Lawinen im Bereich Enetmatt, Lungern (OW)

Im Sommer 2011 führten zwei heftige Unwetter zu Hochwasserabflüssen im Enetmattgraben. Diese verursachten massive Land-, Gerinne- und Elementarschäden. Daraufhin wurden die Gefahrengrundlagen überarbeitet und ein Hochwasserschutzprojekt in Angriff genommen. Dieses beinhaltete den Ersatz des Durchlasses bei der Hinterseestrasse, den Ausbau des Gerinnes durch ein Raubett und Geländeanpassungen im Überlastfallbereich auf dem Schwemmkegel. Die Ausführung des Projekts wurde im Sommer 2013 abgeschlossen. Die belop gmbh wurde Ende 2013 beauftragt, aufgrund der neuen Situation die Gefahrenkarte für Wasserprozesse – und wegen der Geländeanpassungen auch für Lawinenprozesse – erneut zu überprüft und anzupassen.

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September 2013: Holzrückhalterechen Girstelbach, Stallikon (ZH)

Der Girstelbach in Stallikon mobilisiert bei grösseren Ereignissen regelmässig Holzmaterial, welches an zwei Strassendurchlässen zu Verklausungen und Überflutungen führt. Im vorliegenden Fall kann dieses Problem nicht mit einem verstärkten Unterhalt des Gewässers gelöst werden, so dass wir von der Gemeinde Stallikon beauftragt wurden, das Bau- und Auflageprojekt für einen Holzrückhalterechen auszuarbeiten. Sowohl zu häufige Wasseraustritte am mit Holz verlegten Rechen wie auch ein zu häufiges Befreien des Rechens von Holz galt es zu vermeiden.

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September 2013: Ereignisdokumentation Unwetter 1. Juni 2013, Kanton Obwalden

Am 1. Juni gingen in der ganzen Schweiz grosse Niederschlagsmengen nieder. Auch im Kanton Obwalden hinterliessen diese ihre Spuren. So gingen in den Gemeinden des unteren Sarneraatals zahlreiche Hangmuren nieder. Hier und in Engelberg führten auch zahlreiche Wildbäche Hochwasser. Die Grosse und Kleine Schliere in Alpnach lagerten beachtliche Mengen an Geschiebe um. Die Sarneraa schwappte zudem über den Damm und überschwemmte Teile des Flugplatzes. In Engelberg traten mehrere Runsen über die Ufer. Am Nordhang des Hahnen kam es infolge des Starkregens in Kombination mit Schneeschmelze und in Gerinnen liegendem Altschnee in mehreren Wildbächen zur Murgangauslösung. Es wurden mehrere Hektaren Landwirtschaftsland, Strassen und Wege übersart und überschwemmt. Zwei Gebäude waren von den Prozessen betroffen.
Die belop gmbh durfte im Auftrag des Kantons Obwalden die Ereignisdokumentation ausführen. Die Hangmuren wurden vermessen und mit einem Erhebungsformular dokumentiert. Entlang der Schlieren und der Runsen in Engelberg wurden die Prozessflächen und Schadenstellen aufgenommen und die Ereignisursache wie auch der Ereignisablauf rekonstruiert. Weiter wurden von jedem Naturgefahrenprozess Fotos zur Bilddokumentation erstellt. Die erarbeiteten Grundlagen dienen den Behörden zur Erarbeitung der nötigen Massnahmen. Zudem fliessen sie in den Ereigniskataster mit der Datenbank ‚StorMe‘ ein.

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August 2013: Hochwasserschutzprojekt Zimmertalgraben Los 2 und 3, Sarnen (OW)

Seit dem Hochwasserereignis vom Sommer 1997 hat sich der Gerinnezustand im Mittellauf des Zimmertalgrabens durch Erosionsprozesse stark verschlechtert. Nach einer Variantenstudie wurde 2011 im Auftrag der Gemeinde Sarnen ein Bauprojekt ausgearbeitet. In die Ausführung ging es ab Herbst/Winter 2012. Nachdem das Los 1 mit einer Betonsperre und 5 Stufen-Becken oberhalb der Brücke Heiligkreuz ausgeführt wurde, konnten im Januar 2013 die Lose 2 und 3 mit 22 Holzkastensperren in Angriff genommen werden. Die belop gmbh war nebst der Detailplanung für die Bauleitung zuständig. Für den Verbau wurde lokales Tannenholz verwendet. Holz und Material wurden mit einer Transportbahn zur Baustelle im Bachbett geführt. Dank den ausgeführten Massnahmen ist es möglich, Geschiebe und Schwemmholz, das weiter unten zu Auflandungen und Verklausungen führen könnte, oben im Einzugsgebiet zurückzuhalten.

 

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Juli 2013: Unterhalts- und Kontrollkonzept Fliessgewässer Kerns (OW)

Der Unterhalt von Bachläufen und Schutzbauten ist ein wichtiger Bestandteil eines integralen Risikomanagements im Umgang mit Naturgefahren und im Speziellen bei Gefahren, verursacht durch Wildbäche und Talflüsse. Um regelmässige Kontrollen der Bachläufe und Schutzbauten zu organisieren, zu koordinieren und effizient auszuführen, durfte die belop gmbh für die Einwohnergemeinde Kerns ein Unterhalts- und Kontrollkonzept Fliessgewässer erarbeiten. Die Erarbeitung basierte auf Informationen aus Ereignisdokumentationen, der Gefahrenkarte Kerns, Dokumentationen abgeschlossener Hochwasserschutzmassnahmen wie auch auf den lokalen Kenntnissen der Bachaufseher. Weiter behilflich waren uns die Erfahrungen aus den Arbeiten zu Unterhalts- und Kontrollkonzepten in diversen Gemeinden im Kanton Obwalden (Engelberg, Giswil, Lungern, Sachseln und Sarnen).

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Juni 2013: Hochwasserschutzprojekt Mitteldorfbach, Oberägeri (ZG)

Der Mitteldorfbach in Oberägeri verschwand oberhalb der Liegenschaft Brandeuli in einer Eindolung und trat bei der Einmündung des Würzlibachs wieder an die Oberfläche. Die Eindolung, ein aus Steinen erstelltes Gewölbe, wies an mehreren Stellen grosse Schäden auf. Nach längeren Regenperioden oder heftigeren Gewittern war die Kapazität der Eindolung zudem zu klein, das Wasser mit Geschiebe floss neben der Liegenschaft Brandeuli der Strasse entlang ins Dorfgebiet und verursachte Schäden an Infrastruktur und Gebäuden. 2010 wurde eine Gesamtanalyse des Mitteldorf- und Würzlibach gemacht. Darin wurden zusammenfassend die folgenden Punkte festgehalten:

  • Das Geschiebepotenzial des Mitteldorfbach und Würzlibach ist grösser als das Fassungsvolumen des Sammlers oberhalb des Pfadiheims.
  • Die Eindolung auf Höhe der Liegenschaft Brandeuli ist in einem baufälligen Zustand.
  • Sowohl am Mitteldorfbach als auch am Würzlibach sind Unterhaltsmassnahmen nötig.

Die Einwohnergemeinde Oberägeri beauftragte die belop gmbh ein Vorprojekt und anschliessend ein Bauprojekt auszuarbeiten. Das Bauprojekt umfasste die folgenden Massnahmenpakete (Lose):

  • Los 1: Bau eines Geschiebesammlers oberhalb der Liegenschaft Brandeuli mit einem Ablagerungsvolumen von 600m3.
  • Los 2: Ersatz der Eindolung Mitteldorfbach zwischen dem neuen Geschiebesammler und der Einmündung des Würzlibachs durch ein Wellstahl-Halbrundprofil. Der Bach wurde durchgehend als Raubettrinne mit Blöcken ausgebaut.
  • Los 3: Unterhalt Würzlibach. Die Böschungen werden flacher ausgestaltet und mit Blöcken gesichert. Der gesamte Abschnitt wird fischgängig ausgebaut.
  • Los 4: Der Überlast des Grundweihers kontrolliert über den Hang in den Mitteldorfbach leiten und die Sohle sichern.
  • Los 5: Unterhalt Mitteldorfbach zwischen Grundweiher und Einmündung Tannbächli sowie Entfernung von Bauschutt aus dem Bachbett.

Im November 2011 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Ein knappes Jahr danach, im Herbst 2012, wurden die Bauarbeiten inklusive Rekultivierung und Pflanzung abgeschlossen.

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Mai 2013: Gesamtrevision Gefahrenkarte Engelberg (OW)

Im Kanton Obwalden liegen für sämtliche Gemeinden Gefahrenkarten und Gefahrenhinweiskarten vor. Die Gültigkeit der zu Grunde liegenden Gefahrenbeurteilungen beträgt im Normalfall 10 – 15 Jahre. Als Pilot für die in den kommenden Jahren anstehenden Gesamtüberarbeitungen, wurde die Gefahrenkarte Engelberg (GK aus den Jahren 1995 und 2001, lokale Anpassungen 2010) einer Gesamtrevision unterzogen. Mit der Revision soll einerseits sichergestellt werden, dass die neusten Beurteilungsmethoden angewendet werden, die aktuelle Situation bezüglich Bewaldung, Schutzbauten, Gerinnezustand etc. berücksichtigt wird und die Beurteilung nach einem einheitlichen Standard erfolgt. Andererseits werden die Geoinformations-Daten in ein neu entwickeltes und an die Bedürfnisse des Kantons angepasstes Datenmodell überführt, angepasst und ergänzt. Die Überarbeitung erfolgt für sämtliche gravitative Gefahrenprozesse (Sturz, Rutschungen, Lawinen, Hochwasser/Murgang).

Die belop gmbh, Sarnen wurde zusammen mit der GEOTEST AG, Horw und dem Ingenieurbüro wasser/schnee/lawinen, Brig mit der Gesamtrevision mit Pilotcharakter beauftragt. Das fertige Dossier wurde dem Auftraggeber Ende April 2013 überreicht.

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April 2013: Punktuelle Gefahrenabklärung Wasser Aumüli, Stallikon (ZH)

Die Aumüli in Stallikon (ZH) ist eine historische Mühlanlage und ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Schulklassen. Im Rahmen der laufenden Renovationsarbeiten wird in einem der historischen Gebäude eine öffentliche Toilette eingerichtet. Da die Parzelle des Bauvorhabens gemäss der geltenden Gefahrenkarte durch Hochwasser betroffen ist, wurde die belop gmbh damit beauftragt, eine „Punktuelle Gefahrenabklärung Wasser“ gemäss den Vorgaben der kantonalen Verwaltung durchzuführen.

Eine punktuelle Gefahrenabklärung erfordert eine Überprüfung und Plausibilisierung der lokalen Gefahrenbeurteilung und deren Anpassung bzw. Neubeurteilung, falls sich die Situation grundlegend verändert haben sollte. Dies war im Bereich der Aumüli der Fall: beide Gefahrenquellen (Stucklibach, Reppisch) sind seit der Erarbeitung der Gefahrenkarte saniert worden. Anhand von Aufnahmen im Feld, Berechnungen/Auswertungen, Besprechungen mit den Auftraggebern und Auswertung der Grundlagendaten konnte die neue Gefahrensituation (Intensitäts- und Gefahrenkarten) im Bereich des Bauprojekts aufgezeigt werden. Darauf basierend wurden Massnahmenempfehlungen zuhanden der Bauherrschaft formuliert.

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Januar 2013: Hydraulische Modellierung Maienbach, Sachseln (OW)

Der Maienbach in Sachseln entsteht durch den Zusammenfluss von Sigetsbach und Spisbach, bevor er nach etwa 450 m in den Sarnersee mündet. Als Grundlage für den Hochwasserschutz wurden wir von der Gemeinde Sachseln beauftragt, die genauen Abflussmengen zu bestimmen, welche der Maienbach maximal zu fassen vermag, ohne dass grössere Schäden entstehen.

Zusammen mit der ZEO AG haben wir in einem ersten Schritt vor Ort über 760 Geländepunkte aufgenommen, um sämtliche Brücken, Stufen und Schwellen möglichst originalgetreu abzubilden. Besonders wichtig war dabei eine genaue Vermessung der Kolkbereiche, da diese wesentlichen Einfluss auf die Fliessdynamik ausüben und bei hohen Abflüssen grosse Kräfte aufnehmen müssen.

Die erfassten Geländepunkte waren die Grundlage für ein digitales Geländemodell, durch welches dann am Computer 364 Profilschnittlinien gelegt wurden. Mit den so erstellten Profilen konnten schliesslich Berechnungen mit dem hydraulischen Modell HEC-RAS durchgeführt werden. Die Resultate zeigen anhand von Wasserspiegel, Energielinienhöhe, kritischer Fliesstiefe, Schleppkraft und Fliessgeschwindigkeit, wie stark der Maienbach belastet werden darf und wo noch zu behebende Schwachstellen liegen.

Mit HEC-RAS können wir unter anderem Lösungen für die folgenden Fragestellungen anbieten:

  • Bemessung von Wildbachsperren, Blockrampen und Stufen-Becken-Systemen
  • Dimensionierung von Brückendurchlässen
  • Hydraulische Überprüfung von Rohrdurchlässen und Eindolungsstrecken
  • Abschätzung von Schleppkräften
  • Druckeinstau vor Brücken
  • Pegel-Abfluss-Beziehungen (z. B. für die Festlegung von Warn- oder Alarmpegeln)
  • Rückstaueffekte bei Bacheinmündungen in einen See

Aktuelle oder kürzlich abgeschlossene Projekte umfassen den Höllbach (Neuheim, ZG), die Kleine Schliere (Alpnach, OW), den Lutisbach (Oberägeri, ZG), den Maienbach (Sachseln, OW), den Meienbach (Nottwil, LU), den Sandbach (Kerns, OW), den Silberbach (Stallikon, ZH), den Schlossbach (Neuenkirch, LU), das Wissibächli (Giswil, OW) sowie den Zimmertalgraben (Sarnen, OW).

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Januar 2013: Alarmierungs- und Notfallkonzepte Obwalden

Im Verlauf  der vergangenen Jahre durften wir für verschiedene Gemeinden des Kantons Obwalden Alarmierungs- und Notfallkonzepte für Naturgefahren, ausgehend von Wildbächen, Rutschhängen und Lawinenzügen erarbeiten und zusammenstellen. Diese individuell und spezifisch abgestimmten Konzepte sollen die Feuerwehren und die GFO’s im Ereignisfall bestmöglich in Bezug auf Beobachtung, Alarmierung, Intervention, zu treffende Entscheidungen, die Organisation und Koordination unterstützen. In den Konzepten wurden Zuständigkeiten definiert, die Alarmierungsphasen und -abläufe festgehalten und die Einsatzplanung (Aufgaben, Personal, Material, Interventionskarten) den relevanten Gefahrenquellen entsprechend dokumentiert.

Die Erarbeitung der Konzepte erfolgte jeweils in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, dem GFO und weiteren Verantwortungspersonen der betroffenen Gemeinde. Sie sind so gestaltet, dass die Gemeinden jederzeit Anpassungen und Ergänzungen vornehmen können.

Nach Giswil, Lungern, Alpnach und Sarnen wurden im Verlauf des Jahres 2012 den Gemeinden Engelberg und Sachseln und nun im Januar 2013 der Gemeinde Kerns ihr eigenes Alarmierungs- und Notfallkonzept überreicht. Somit verfügen im Kanton Obwalden bereits alle Gemeinden über ein entsprechendes Konzept.

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Dezember 2012: Hochwasserschutz Zimmertalgraben Los 1, Sarnen (OW)

Seit dem Hochwasserereignis vom Sommer 1997 hat sich der Gerinnezustand im Mittellauf des Zimmertalgrabens durch Erosionsprozesse derart verschlechtert, dass der betreffende Wuhrmeister die Verantwortung nicht mehr übernehmen wollte. Nach einer Variantenstudie im Jahr 2010 wurde 2011 im Auftrag der Gemeinde Sarnen ein Bauprojekt ausgearbeitet, das vorsah, den Mittellauf des Zimmertalgrabens mit 33 Holzsperren und 4 Betonsperren zu verbauen. Als erstes wurde nun das Los 1 oberhalb der Brücke Heiligkreuz realisiert. Dabei sollten 4 Betonsperren erstellt werden. Da sich der Baugrund nicht optimal zeigte, wurde nach dem Bau der ersten Sperre ein Systemwechsel nötig. Neu wurde ein Stufen-Becken-Gerinne mit Blöcken im Hinterbeton erstellt. Diese Lösung stellte sich als bester Kompromiss dar zwischen optimaler Hydraulik, schlechtem Bauuntergrund und engen Platzverhältnissen vor Ort. Die belop gmbh war für die Detailplanung und die Bauleitung der Holzsperren und des Stufen-Becken-Systems verantwortlich. Ab Januar 2013 erfolgt mit dem Bau von 16 Holzsperren die Realisierung von Los 2. Dank den Massnahmen ist es möglich, Geschiebe und Schwemmholz, das weiter unten zu Auflandungen und Verklausungen führen könnte, oben im Einzugsgebiet zurückzuhalten.

 

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November 2012: Variantenstudie Höllbach, ZG

Der Höllbach bedroht das Restaurant Höllgrotten sowie den unterhalb liegenden Campingplatz durch Hochwasser und Übersarungen, bei seltenen Ereignissen sogar durch Murgänge. Nachdem wir die Gefahrenkarte für den Höllbach im Jahre 2011 erstellt haben, wurden wir vom Amt für Wald und Wild des Kantons Zug beauftragt, ein Variantenstudium für mögliche Hochwasserschutz-Massnahmen im Gebiet Höll/Höllgrotten zu erstellen. Das Variantenstudium zeichnete sich aus durch eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen betroffenen Ämtern des Kantons Zug. So mussten bei der Erarbeitung der Massnahmenkonzepte verschiedenste Rahmenbedigungen berücksichtigt werden (Hochwassersicherheit, Fischerei, Landschaftsschutz, Raumplanung, Heimatschutz). Die insgesamt 7 möglichen Varianten des Variantenstudiums dient dem Kanton Zug nun als Grundlage für die weitere Planung von Hochwasserschutzmassnahmen.

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November 2012: Hochwasserschutzprojekt Wissibächli Giswil (OW)

Bei lokal heftigen Niederschlägen im August 2011 wurde die Eindolung des Wissibächli beim Hotel Alpenrösli so stark beschädigt, dass Massnahmen ergriffen werden mussten. Wir erhielten den Auftrag die Situation zu analysieren, Varianten zu erarbeiten und in der Folge ein Bauprojekt zu planen sowie die Bauleitung wahrzunehmen.

Ende 2011 lag die Baubewilligung für die Öffnung der Eindolung und ein Verbau zwischen der Panoramastrasse und dem Forsthof Abächerli vor. Die Grundeigentümer wurden von Beginn weg stark in den Planungsprozess eingebunden.

Im oben genannten Bereich wurde das Wissibächli auf einer Länge von 220m mit einem Raubettgerinne, oberhalb des Hotels mit Stufen-Becken-Morphologie, ausgebaut. Zur Überquerung von Hof-, Hotel- und Grütlistrasse wurden neue Brücken erstellt (vorfabrizierte Betonelemente). Für die konstruktiven Betonarbeiten zogen wir die Schubiger AG Obwalden im Unterakkord bei. Nach Abschluss der Bauarbeiten im Frühsommer 2012 passten wir im Auftrag der Bauherrschaft die Gefahrenkarten den neuen Rahmenbedingungen an.

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Oktober 2012: Begehung Gefahrenkarte Engelberg (OW)

Die Gefahrenkarten von Engelberg ist die älteste im Kanton Obwalden. Sie wurde 1995 erstellt und 2001 teilweise überarbeitet. Der Kanton hat sich zum Ziel gesetzt, die Gefahrenkarten alle 10 – 15 Jahre zu überprüfen. Somit wird die GK Engelberg nun als erste im Kanton einer Vollrevision unterzogen. Den Zuschlag für dieses Projekt hat die belop gmbh zusammen mit der GEOTEST AG in Horw erhalten.

Anlässlich einer Begehung zusammen mit der Naturgefahrenkommission der Gemeinde Engelberg und dem Kanton konnten wir nun Kontakt zu lokalen Gebietskennern knüpfen und unser Vorgehen und die angewandte Methodik erläutern. Frau Holle hatte tags zuvor kräftig gewirkt und die Landschaft in ein weisses Kleid gezaubert…

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September 2012: Entlastungsleitung Schlossbach, Neuenkirch (LU)

Der Schlossbach tritt bereits bei häufigen Regenfällen auf die SBB-Strecke Nottwil - Sempach-Neuenkirch aus und führt durch die Ablagerung von Feinmaterial im Schotter regelmässig zu hohen Unterhaltskosten. Die SBB will nun den Schlossbach durch einen grösseren Durchlass auf direkterem Weg in den Sempachersee leiten. Die belop gmbh wurde beauftragt, das bereits bestehende Projekt noch gemäss der Wegleitung „Hochwasserschutz an Fliessgewässer“ auszuarbeiten und zu ergänzen. Dazu wurden unteranderem eine Gefahrenbeurteilung, hydraulische Berechnungen der geplanten Leitung und eine Nutzen-Kosten-Analyse mit EconomeRailway durchgeführt.

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September 2012: Vorstudien Dangel und Pfaffensprung, UR

Im Auftrag der Schweizerischen Bundesbahnen SBB haben die belop gmbh und die GEOTEST AG zwei Vorstudien für die Urner SBB-Abschnitte Dangel und Pfaffensprung ausgearbeitet. Dazu wurden in einem ersten Schritt für die Prozesse Wasser und Sturz eine Gefahrenbeurteilung durchgeführt. Basierend auf diesen Ergebnissen erfolgte eine Risikobeurteilung mit EconomeRailway. Für alle Prozessquellen welche die Schutzziele der SBB verletzten, wurden Varianten für Schutzmassnahmen ausgearbeitet. An einer Besprechung mit dem Auftraggeber wurde ein Variantenentscheid gefällt und anschliessend für diese Varianten die Vorstudie ausgearbeitet.

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Juni 2012: Wissibächli Giswil, Brücke Meisibiel (OW)

In Juni und August 2011 führte das Wissibächli in Giswil gleich zwei Mal im selben Sommer ein grosses Hochwasser, welches im Kleinteil jeweils Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursachte. Neben diversen Schwachstellen im Siedlungsgebiet wurde auch der Durchlass an der Alten Mörlistrasse als Problempunkt identifiziert: Wegen der ungenügenden Rohrkapazität konnte Wasser aus dem Bachbett austreten, den Hang hinab laufen und dort die Gefahr von Hangmuren verstärken.

Als Teil der Sofortmassnahmen am Wissibächli beschloss die Wasserbaukommission Giswil, Synergien mit der Erneuerung der Alten Mörlistrasse zu nutzen und den Durchlass durch eine Brücke mit markant höherer Abflusskapazität zu ersetzen. Die belop gmbh wurde beauftragt, ein entsprechendes Projekt zu verfassen und die Bauleitung zu übernehmen. Neben den engen Platzverhältnissen stellte vor allem das grosse Gefälle eine Herausforderung dar. Um die Brückenfundamente gegen Erosion zu schützen und gleichzeitig nicht stärker als nötig in den Bachlauf einzugreifen, wurde das Bachbett im Einlauf- und Auslaufbereich der neuen Brücke als kurzer Raubettabschnitt ausgebaut.

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Juni 2012: Variantenstudium SBB-Durchlass Meienbach, Nottwil (LU)

Der SBB-Durchlass des Meienbachs in Nottwil wird aufgrund ungünstiger Gefällsverhältnisse immer wieder mit Feingeschiebe gefüllt. Die Folge sind kostspielige Räumungsaktionen. Dies veranlasste die SBB, durch die belop gmbh ein Variantenstudium zur Verbesserung der Situation erarbeiten zu lassen. In insgesamt vier Varianten wurden eine hydraulische Optimierung des Durchlasses, der Bau eines Geschiebe- und Holzrückhalts sowie eine Optimierung der Räumungsmethode vorgeschlagen. Die Variantenauswahl wird nun in der kommenden Zeit von der SBB studiert und danach ein Variantenentscheid gefällt.

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Juni 2012: Überarbeitung Gefahrenkarte A8 Lungern Nord – Giswil Süd (Umfahrung Kaiserstuhl)

Im Gebiet Kaiserstuhl ist eine Umfahrung (Bauzeit 2016 – 2022) geplant. Die A8 wird voraussichtlich zwischen dem Landhaus (Raststätte) und dem Lungerersee in einen Tunnel verlegt. In den beiden Tunnelportalbereichen befinden sich mehrere Wildbäche und Lawinenzüge. Da die Gefahrenkarte an diesen Stellen bereits über 10 Jahre alt ist, wurde die belop gmbh beauftragt, die Gefahrenbeurteilung für die Prozesse Wasser, Murgang und Lawinen für den Marchgraben, die Steinlaui und den Husengraben zu überprüfen und auf den neusten methodischen Stand zu bringen. Als Folge davon wurde die Gefahrenkarte überarbeitet und angepasst.

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April 2012: Schlussbericht Ereignisdokumentation und -analyse Unwetter 2011, Kanton Obwalden

Der Kanton Obwalden wurde im Jahr 2011 gleich drei Male von Unwettern betroffen. Am 29. Juni 2011 sowie am 18. August 2011 führten kräftige Gewitter vor allem in den Gemeinden Lungern und Giswil, sowie lokal auch Sachseln zu Hochwasser, Murgängen und Rüfen. Das Hochwasser vom 10. Oktober 2011 wurde durch Starkniederschläge verbunden mit Schneeschmelze ausgelöst und führte vor allem zu Schäden in Engelberg. Im Auftrag der Abt. Naturgefahren des Amts für Wald und Landschaft des Kantons Obwalden haben wir die meteorologischen Ursachen, die abgelaufenen Prozesse, verursachten Schäden und getroffenen Sofortmassnahmen für alle drei Hochwasserereignisse in einem umfassenden Bericht zusammengestellt. Dieser Bericht gibt einen guten Überblick und bildet unter anderem eine wichtige Grundlage für zukünftige Gefahrenbeurteilungen.

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März 2012: Rutschung Stein-Schlad-Strasse, Giswil (OW)

Am Grossteilerberg treten immer wieder Sackungen auf, welche unter anderem auch die Stein-Schlad-Strasse beschädigen. Für einen stark absackenden Strassenabschnitt in der Gegend Brüstli wurden wir von der Einwohnergemeinde Giswil beauftragt, eine kostenwirksame und nachhaltige Massnahme zu finden, welche den Hang unterhalb der Strasse zu stabilisieren vermag und ein weiteres Abrutschen verhindert. In Zusammenarbeit mit Einwohnergemeinde und Forst durften wir einen dreiteiligen Holzkasten von etwa 25 m Länge planen und den Bau begleiten.

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März 2012: Abschluss Holzverbau Schwandbach unterhalb Wilerstrassenbrücke, Sarnen (OW)

Beim Neubau der Wilerstrassenbrücke wurde festgestellt, dass die letzte Betonsperre stark unterkolkt ist. Die belop gmbh wurde Anfang 2011 beauftragt verschiedene Massnahmen zu prüfen und ein Bauprojekt für die gewählte Variante auszuarbeiten. Es wurde entschieden im Gerinne fünf Holzsperren und ein überdeckter Holzkasten zu erstellen und die Seitenleitwerke mit Blocksteinen zu gestalten analog zum System im Schandbach Rufi. Die Bauarbeiten wurden im Winter 2011/2012 durch die ARGE Bucher-Waser ausgeführt und Mitte März abgeschlossen.

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März 2012: Ausbildung lokale Naturgefahrenberater in den Kantonen Ob- und Nidwalden 2012

Die Kantone Obwalden und Nidwalden haben als zwei der ersten Kantone die Ausbildung der lokalen Naturgefahrenberater angepackt. Wir wurden vom Amt für Wald und Landschaft Kt. OW angefragt, ein Konzept und die Durchführung für die zwei Übungen Ereignissimulation und Gefahrenprozesse an einem konkreten Beispiel vorzunehmen. In Absprache mit dem Auftraggeber haben wir den Altibach in Giswil als exemplarisches Beispiel für einen Wildbach, wie er in jeder Ob- und Nidwaldner Gemeinde vorkommen kann, gewählt. Die Durchführung bei schönstem Wetter und spannende Diskussionen haben diesen Ausbildungstag für uns und die Teilnehmer zu einem spannenden Erfahrungsaustausch werden lassen.

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März 2012: Alarmierungs- und Notfallkonzept Wildbäche Sarnen (OW)

Die belop gmbh durfte bereits für drei Obwaldner Gemeinden in Zusammenarbeit mit GFO und Feuerwehren Alarmierungs- und Notfallkonzepte für gravitative Naturgefahren ausarbeiten. In der Einwohnergemeinde Sarnen konnten wir nun für den Teil „Wildbäche“ Konzepte ausarbeiten und in intensiver Diskussion und Zusammenarbeit mit Feuerwehr und weiteren Fachpersonen der Einwohnergemeinde zu einem ersten Abschluss bringen. Wichtig waren dabei folgende Punkte:

  • Festlegung von Zuständigkeiten für die Beobachtung und Alarmierung
  • Einsatzplanung für die einzelnen Gefahrenquellen mit Hilfe von Interventionskarten (erstellt mit dem Einsatzplanungsprogramm Firebird)
  • Sicherstellung der Schnittstelle zum Teil „Seen und Sarneraa“, welches von der Einwohnergemeinde ausgearbeitet wird

Die Konzepte für die einzelnen Gefahrenquellen werden nun in weiteren Gesprächen mit den lokalen Wuhrmeistern und im Rahmen einer Grossübung im Mai 2012 auf Herz und Nieren geprüft und im Anschluss weiter verbessert und optimiert.

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März 2012: Überarbeitung Gefahrenkarte Enetmattgräben, Lungern (OW)

Im Sommer 2011 gingen gleich zwei Unwetterereignisse über den Enetmattgräben bei Bürglen (Lungern, OW) nieder und richteten in den besiedelten Bereichen in der Nähe der fünf Gerinne teils grössere Schäden an. Die Hochwasserprozesse waren derart heftig, dass sich auch die Gerinne in relativ stark veränderten Zuständen präsentierten.

Wie im grössten Teil des Kantons Obwalden, ist auch im Bereich der Enetmattgräben die Gefahrenkarte bereits über 10 Jahre alt und musste überprüft und aktualisiert werden, bevor Massnahmen getroffen werden können. Die belop gmbh (Sarnen) wurde zusammen mit der GEOTEST AG (Horw) damit beauftragt, die Überarbeitung in diesem Gebiet vorzunehmen und gleichzeitig das neue Datenmodell zur Digitalisierung von Gefahrenkarten zu testen, welches demnächst das bisherige ersetzen soll. In einem ersten Schritt wurde dazu ein Vorgehen zur Ausscheidung von Gebieten mit unterschiedlichen Bearbeitungstiefen evaluiert. Während der Bearbeitung der neuen Gefahrenkarte konnten zudem wertvolle Hinweise und Verbesserungsvorschläge gesammelt und somit ein wichtiger Beitrag zur Optimierung des neuen Datenmodells geleistet werden.

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Februar 2012: Gefahren- und Risikoanalyse Tobelgraben, Giswil (OW)

Am Abend des 18. August 2011 kam es nach einem heftigen Gewitter im Tobelgraben, in der Gemeinde Giswil, zu einem Murgangereignis. Dieses übermurte die Furt des Velowegs Kaiserstuhl-Giswil, übersarte Kulturland und im Geschiebesammler kam es zu einer Überlast. Dies führte zu Schäden an Gebäuden beim Kraftwerk Unteraa des Elektrizitätswerks Obwalden. Bei einer Begehung des Tobelgrabens für die Ereignisdokumentation, stellten wir fest, dass im Einzugsgebiet infolge einer angerissenen Rutschungsmasse weiterhin eine gewisse Disposition für weitere Ereignisse herrschte. Im Auftrag der Wasserbaukommission Giswil erarbeiteten wir eine neue Gefahrenbeurteilung für das Wirkungsgebiet des Tobelgrabens sowie eine Risikoanalyse bezüglich der bestehenden Personenrisiken auf dem Veloweg Kaiserstuhl-Giswil.

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November 2011: Gefahrenbeurteilung und Risikoanalyse A8 Kirchwaldtunnel bis Brünigpass (OW)

Im Auftrag des Bundesamts für Strassen ASTRA haben wir gemeinsam mit der Geotest AG Horw für den gesamten A8 Abschnitt vom Kirchwaldtunnel bis auf den Brünigpass (31.9 km) eine Gefahrenbeurteilung erarbeitet. Untersucht wurden potentielle Sturz-, Rutschungs-, Wasser- und Lawinenprozesse, die auf die A8 oder in die nahe Umgebung reichen können. Insgesamt wurden für den Abschnitt Brünig Obwalden 27 Sturzquelle, 6 Rutschungen, 3 Lawinenzüge sowie 33 Wildbäche, also 69 Gefahrenquellen beurteilt. Von diesen können 47 die A8 erreichen. Die Reichweiten, Wahrscheinlichkeiten und Intensitäten dieser Prozesse wurden auf sog. Intensitätskarten dargestellt und in einem detaillierten Datenmodell abgelegt. Diese Daten bilden die Grundlage für eine Risikoanalyse, die in den kommenden Monaten berechnet wird. Zusätzlich wurde ein Kataster mit allen relevanten Schutzbauten für die A8 erstellt sowie der für die A8 relevante Schutzwald ausgeschieden.

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November 2011: Abschluss Gefahrenkarte Höll (ZG)

Im beliebten Ausflugsziel Höll und Höllgrotten (Gemeinden Menzingen und Neuheim, Kanton Zug) bestehen Schutzdefizite aufgrund des Höllbachs und der Lorze. Dies zeigte das Ereignis vom 29. Juni 2011 deutlich. Im Auftrag des Kantonsforstamts Zug haben wir gemeinsam mit den Büros Hunziker, Zarn & Partner Aarau, der Geotest AG Horw und dem Geologiebüro Dr. Lorenz Wyssling AG Pfaffnau eine Gefahrenkarte erstellt. Von den verschiedenen Büros wurde die Gefährdung des ausgeschiedenen Perimeters durch Wasser-, Rutschungs- und Sturzprozesse untersucht und auf Intensitäts- und Gefahrenkarten dargestellt. Zusätzlich wurde eine Risikoanalyse durchgeführt, die vorhandenen Schutzdefizite aufgezeigt und Massnahmenvorschläge zur Behebung dieser Schutzdefizite aufgezeigt. Im gesamten Projekt haben wir die Wildbachprozesse beurteilt, die Risikoanalyse bearbeitet und das Projekt geleitet.

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November 2011: Sanierung Entwässerungsgräben Schildrüfe, Lungern (OW)

Die Schildrüfe ist ein bis 40° steiler Rutschhang im Einzugsgebiet des Dorfbachs Lungern. Sie wurde schon früher mit Entwässerungsgräben aus Holz verbaut. Dadurch konnten die Rutschbewegungen eingedämmt, Geschiebe zurückgehalten und eine teilweise Bestockung erzielt werden. Der Zustand der Holzkännel war jedoch seit langen nicht mehr gut. Im Auftrag der Wuhrgenossenschaft Vereinigte Lungerer Dorfbäche haben wir deshalb Sanierungsmassnahmen geplant. Diese wurden diesen Sommer durch den Forst Lungern ausgeführt. Die Bauleitung lag bei der belop gmbh. Unter erschwerten Bedingungen in diesem steilen Gelände wurden insgesamt rund 450 Laufmeter Holzkännel aus langlebigem Kastanienholz eingebaut. Zusätzlich wurden 4 Holzkasten, eine Krainerwand und ein Hangrost erstellt. Das gesamte Projekt kostete 190‘000.- Fr. und wird von Bund, Kanton, Gemeinde und Wuhrgenossenschaft mitfinanziert.

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September / November 2011: Alarmierungs- und Notfallkonzepte Alpnach und Lungern (OW)

Nach Giswil konnten zwei weitere Projekte im Bereich Intervention in den Gemeinden Alpnach und Lungern zum Abschluss gebracht werden. In Zusammenarbeit mit GFO und Feuerwehr wurden durch die belop GmbH Alarmierungs- und Notfallkonzepte für die gravitativen Naturgefahren ausgearbeitet. Neben der Festlegung von Zuständigkeiten für die Beobachtung und Alarmierung, sind Einsatzplanungen mit Hilfe von Interventionskarten (erstellt mit Firebird) für die einzelnen Gefahrenquellen von zentraler Bedeutung.

Weitere Interventionsprojekte laufen momentan in drei anderen Obwaldner Gemeinden.

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August 2011: Unwetterereignis im Kanton Obwalden

Am Abend des 18. Augusts 2011 ist es in den Gemeinden Lungern, Giswil und Sachseln zu einem Unwetterereignis gekommen. Während gut einer halben Stunde entlud sich ein heftiges Gewitter und liess mehrere Bäche anspringen. Im Stebneterberg/Äschligrat und im Kleinen Melchtal wurden mehrere Rutschungen und Hangmuren ausgelöst. In Bürglen, unterhalb der Bürglenflue, im Rudenzerberg, im Kleinen Melchtal und im Kleinteil (Giswil) brachten diverse Bäche Murgänge und geschiebeführende Hochwassser, traten über die Ufer, führten zu Übeschwemmungen, Übersarungen und verursachten diversen Land- und Elementarschaden. Am heftigsten davon betroffen war u.a. das EWO-Gebäude im Aaried, welches durch den Murgang im Tobelgraben eingeschottert und überschwemmt wurde. Die Brüniglinie der Zentralbahn fiel infolge der übermurten und beschädigten Gleisanlage für mehrere Tage aus. Auch die A8 und die Kantonsstrasse mussten für kurze Zeit gesperrt werden.

Die belop GmbH wurde vom Kanton Obwalden beauftragt, die Ereignisdokumentation zu diesem Unwetter und dessen Folgen zu erarbeiten.

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29./30. Juni 2011: Ereignisanalysen in Giswil (OW), Lungern (OW), Oberägeri (ZG) und Höllgrotten (ZG)

Heftige Gewitter führten in der Innerschweiz in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2011 zu Überschwemmungen und Hangmuren. Im Auftrag des Kantons Obwalden erstellt die belop gmbh für die betroffenen Gebiete in Lungern und Giswil Ereignisdokumentationen und Ereignisanalysen. Auch vom Kanton Zug wurden wir beauftragt, die Hochwasserereignisse in der Gemeinde Oberägeri und beim Camping Höllgrotten zu dokumentieren und analysieren.

Eine Ereignisdokumentation beinhaltet u.a. Aufzeigen der Ursachen für die Auslösung des Schadenereignisses, Rekonstruktion des Prozessablaufs, Aufzeigen von Schwachstellen, Fotografieren und Kartieren der abgelaufenen Prozesse sowie eine umfassende Dokumentation der entstandenen Schäden.

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Juni 2011: Bau- und Auflageprojekt Mitteldorfbach, Oberägeri (ZG)

Der Mitteldorfbach in Oberägeri (Kanton Zug) trat bereits mehrmals über die Ufer. Nach der Ausarbeitung eines Variantenstudiums und einem Vorprojekt wurde die belop gmbh beauftragt, ein Bau- und Auflageprojekt zu erstellen. Neben dem Schutz vor Naturgefahren (Geschiebesammler, Vergrösserung Durchlässe und Unterhaltsmassnahmen) wird auch der Wiederherstellung der Fischgängigkeit und ökologischen Aufwertungen grosse Beachtung geschenkt. An der Gemeindeversammlung vom 20. Juni 2011 wurde der Kredit von 1.48 Mio. Franken bewilligt, so dass die Massnahmen voraussichtlich im Winter 2011/2012 realisiert werden können. Die belop gmbh wird diese Arbeiten weiterhin im Rahmen der Bauleitung aktiv mitgestalten.

Bereits Ende Juni 2011 zeigte sich die Notwendigkeit für Hochwasserschutzmassnahmen, als der Mitteldorfbach erneut über die Ufer trat.

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April 2011: Schlussbericht Integralprojekt Güpfi, Lungern (OW)

Das Integralprojekt Güpfi ist ein Beispiel für ein gelungenes, integrales Massnahmenprojekt im Kanton Obwalden. Neben umfangreicher Schutzwaldpflege wurden insgesamt 12 forstliche Teilmassnahmen in der steilen Güpfi-Flanke östlich des Lungerersees geplant und realisiert. Darunter fallen Massnahmen folgender Kategorien:

  • Steinschlagschutz-Massnahmen
  • Murgangschutz-Massnahmen
  • Lawinenverbauungen
  • Lawinenwarnsysteme
  • Hang- und Rutschverbauungen mit Holzschwellen und Holzkästen
  • Wiederherstellungs- und Sanierungsmassnahmen von Entwässerungssystemen und Lawinenschutzbauwerken

Die Laufzeit des gesamten Projektes erstreckte sich über 10 Jahre von 2000 – 2010. Die belop gmbh durfte bei verschiedenen Teilmassnahmen als Projekt- und Bauleiter aktiv mitarbeiten und nun auch den Gesamtschlussbericht zu den forstlichen Massnahmen (Kreditvolumen von > 1 Mio. Fr.) verfassen.

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März 2011: Gefahrenbeurteilung Allmend, Alpnach (OW)

Im Gebiet Allmend Alpnach werden 5 Mehrfamilienhäuser gebaut. Das Gebiet liegt aktuell noch in der Überschwemmungs- und Übersarungs-Gefahrenzone der Kleinen Schliere. Das heisst, bei einem Extremereignis der Kleinen Schliere können Geschiebeablagerungen auf dem Gelände erfolgen. Um die Betondecken der unterirdischen Tiefgaragen statisch auf diese allfällige Auflast zu dimensionieren, wurde unser Büro damit beauftragt, eine detaillierte Beurteilung der potenziellen Geschiebeablagerungshöhen auf dem gesamten Terrain zu erstellen.

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März 2011: Gefahrenbeurteilung Sigetsbach, Spisbach und Maienbach, Sachseln (OW)

Die Gemeinde Sachseln plant im Sigetsbach und Maienbach Massnahmen zur Gefahrenreduktion. Der Auftrag zu diesem Projekt wurde von der Wasserbaukommission an die Arbeitsgemeinschaft ZEO AG Alpnach und belop gmbh erteilt. In einem ersten Schritt ging es nun darum, die aktuelle Gefahrensituation aufzuzeigen. Dazu wurde das gesamte Gerinne des Sigetsbachs, Spisbachs und Maienbachs begangen und beurteilt. Als Resultat liegt nun eine Geschiebeabschätzung vor. Gemeinsam mit einer ebenfalls neu berechneten Hochwasserabschätzung dient sie für die künftigen Massnahmen als Dimensionierungsgrundlage.

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Februar 2011: Unterhalts- und Kontrollkonzept Lungern, OW

Im Auftrag der Einwohnergemeinde Lungern wurde für sämtliche Fliessgewässer der Gemeinde ein Unterhalts- und Kontrollkonzept (UKK) erstellt. Dieses dient den Verantwortlichen der Gemeinde, der Wuhrgenossenschaft und der Lauiverwaltung dazu, ihre regelmässigen Kontrollgänge zur Beurteilung der Gerinnezustände, der bestehenden Schutzbauten und dem Unterhaltsbedarf zu optimieren. Dazu wurden einerseits Kartenvorlagen, Checklisten und Aufnahmeprotokoll-Vorlagen für die Geländebegehungen erstellt. Andererseits wurden ebenfalls pro Gerinneabschnitt die Kontrollkriterien und Häufigkeit der Kontrollgänge festgelegt. Unser Büro hat in der Vergangenheit bereits für die Gemeinden Sarnen, Alpnach, Engelberg und Giswil solche Unterhalts- und Kontrollkonzepte erarbeitet.

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Februar 2011: Objektschutz Pfarrhaus Lungern, OW

Das Pfarrhaus Lungern wurde 1892/93 erbaut und 1987/88 vollständig restauriert. Im Keller befindet sich ein Kulturgüterschutzraum, in dem Lungerer Kulturgüter, das Archiv der Einwohner- und Kirchgemeinde, der Teilsamen Obsee und Dorf und des Pfarramts untergebracht sind.

Das Pfarrhaus Lungern liegt im Restgefährdungsbereich für Überschwemmungsgefahren des Gräblibachs und der Bannwaldrunsen. Es kann somit nur bei äusserst seltenen Hochwasserereignissen betroffen werden. All diese Kulturgüter würden bei einer allfälligen Überschwemmung jedoch ein besonders grosses Schadenpotenzial darstellen. Deshalb wurde unser Büro von der Gemeinde Lungern beauftragt, ein Objektschutzkonzept zu erstellen.

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Januar 2011: Zustandserfassung der Betonsperren im Schlimbach, Sarnen OW

Im Schlimbach in der Gemeinde Sarnen stehen 85 Betonsperren. Sie wurden vor rund 40 Jahren gebaut. Das Gebiet beidseits des Schlimbachs ist ein grossräumiges Rutschgebiet. Mit dem Sperrenvollverbau wurde diese Rutschzone etwas beruhigt, die Bewegungen konnten jedoch nie ganz gestoppt werden und führten zu Schäden an den Sperren. Bereits 1995 wurde der Zustand der Sperren im Rahmen des Integralen Sanierungskonzepts Westliche Sarnersee Wildbäche aufgenommen und dokumentiert. In der Zwischenzeit ist das Gebiet weiter gerutscht und die Geschwindigkeit hat sich im Winter 2010/2011 stark beschleunigt. Unser Büro erhielt von der Einwohnergemeinde Sarnen den Auftrag, eine detaillierte Zustandserfassung zu erstellen. Diese dient als Grundlage für die Beurteilung der aktuellen Rutschungsgefährdung im gesamten Gebiet und zur Klärung eines allfälligen Handlungsbedarfs zur Sanierung der Sperren.

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Januar 2011: Alarmierungs- und Notfallkonzept sowie Variantenstudium Schneerutschgefährdung Rehplätz, Lungern OW

Der Rehplätz ist ein steiler, unbewaldeter Hang unmittelbar oberhalb der Erschliessungsstrasse ins Gebiet Dieggis in Lungern. Die Strasse wird täglich benutzt, unter anderem auch als Schulweg. Vom Rehplätz her kommt es im Winter regelmässig zu kleineren und grösseren Schneerutschen, die bis auf die Strasse reichen und somit Personen gefährden.

Die belop gmbh wurde von der Einwohnergemeinde Lungern beauftragt ein Variantenstudium zur Reduktion dieses Risikos zu erarbeiten. Als Massnahmenvarianten wurden temporäre Lawinenverbauungen aus Holz (Rechen oder Dreibeinböcke) in Kombination mit Aufforstungen sowie als weitere Variante eine Schutzmauer vorgeschlagen.

Zur Überbrückung der Zeit bis zur Ausführung der Massnahmen wurde ein einfaches Alarmierungs- und Notfallkonzept für den diesjährigen Winter ausgearbeitet.

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Dezember 2010: Gefahrenbeurteilung A2 Erstfeld bis Hospental, UR

Im Auftrag des Bundesamts für Strassen ASTRA haben wir gemeinsam mit 4 weiteren Ingenieurbüros (Geotest AG Horw, Wasser/Schnee/Lawinen Brig, NATUR.ING Brig und Ingenieurbüro Thali Göschenen) die Risikoanalyse für die A2 und Gotthardstrasse von Erstfeld bis Hospental (Los Uri) bearbeitet. Unser Büro deckte dabei die Beurteilung der Wassergefahren ab. Insgesamt wurden während dem ganzen Sommer über 60 Wildbäche entlang der A2 sowie die Reuss beurteilt sowie alle relevanten Schutzbauten dokumentiert. Als Produkt entstehen Intensitätskarten für die Fahrbahnen der A2 und Gotthardpassstrasse. Aus diesen Daten wird anschliessend eine Risikoanalyse berechnet.

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November 2010: Sanierung Holzleitwerke und Sohlenschwellen Feldmoos – Rotmoosgraben, Giswil OW

Im Rahmen des Integralen Sanierungskonzepts Giswiler Laui wurden im Rotmoosgraben, einem Seitengerinne der Giswiler Laui, die alten Holzleitwerke saniert. Die Planung und Bauleitung des Projekts wurde durch unser Büro im Auftrag der Wasserbaukommission Giswil gemacht. Insgesamt wurden durch den Wasserbau Giswil 7 doppelte Holzkastensperren, 18 Sohlenschwellen und 320 m Längsleitwerke aus vor Ort geschlagenem Fichtenholz erstellt.

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Oktober 2010: Gefahrenbeurteilung Grosse Melchaa im Bereich Schützenhaus, Sarnen OW

Das alte Schützenhaus in Sarnen wird als Wohnraum umgenutzt. Es befindet sich im Gefährdungsbereich der Grossen Melchaa. Um entsprechende Auflagen im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens definieren zu können, erteilte uns die Abt. Naturgefahren des Kt. OW den Auftrag, eine detaillierte Gefahrenbeurteilung für den Umgebungsbereich des Schützenhauses zu erstellen. Anspruchsvoll an dieser Arbeit war, dass sehr viele Einflussfaktoren im Gesamtsystem eine Rolle spielen. Auf der Seite des Gefahrenprozesses sind dies der Abfluss, das Geschiebe und das Schwemmholz. Von der technischen Seite her ist es das Wirken von mehreren geplanten Schutzmassnahmen in einem Gesamtsystem bestehend aus Holzrückhalt, Geschiebesammler, Überlastausleitung und Schutzdämmen.

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Juni 2010: Objektschutzkonzept Vitznauerhof, Vitznau LU

Im Rahmen der Sanierung des Vitznauerhofes erhielt die Bauherrschaft seitens der Gebäudeversicherung Luzern die Auflage, sich gegen die Naturgefahren zu schützen. Die belop gmbh hat daraufhin ein entsprechendes Objektschutzkonzept ausgearbeitet. Das Hotelpersonal übt die Installation der temporären Massnahmen für den Notfall (Fotos).

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Juni 2010: Verbauung Schwandbach im Rufi, Sarnen, OW

Bislang war der Schwandbach im Bereich Rufi unverbaut. Ein Verbau wurde jedoch schon länger ins Auge gefasst. Dies mit dem Ziel, die vertikale und laterale Erosion zu vermindern, den oberhalb bestehenden Holzsperren besseren Fuss zu geben und um den Unterhalt im Abschnitt der bestehenden Betonsperren unterhalb zu vermindern. Die belop gmbh wurde im Herbst 2008 von der Einwohnergemeinde Sarnen für die Projektierung und Bauleitung des Holzverbaus im Rufi beauftragt. Im Januar 2010 wurde mit den Bauarbeiten von 16 Holzsperren durch die ARGE Waser-Bucher begonnen. Anfangs Juli 2010 konnten die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Film des Holzlieferanten

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2008-2010: EconoMe für diverse Hochwasserschutzprojekte im Kanton Obwalden

Für Schutzmassnahmen gegen Naturgefahren wird heute eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit verlangt. In den Jahren 2008 -2010 wurden folgende Wirtschaftlichkeitsrechnungen mit EconoMe von der belop GmbH gerechnet (die Projekte sind teilweise abgeschlossen, teilweise noch in Bearbeitung): Sarneraa, Kleine Schliere, Meisibach (Alpnach); Mehlbach, Engelbergeraa, Fangtobel, Pfaffengraben (Engelberg); Foribach (Kerns); Dorfbach (Lungern); Sigetsschwand-Leimerengraben (Sachseln); Kleine Melchaa, Laui (Giswil); Grosse Melchaa, Sarnersee/Sarneraa (Sarnen)

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Juni 2010: Lawinenablenkdamm/Gerinneverbau Pfaffengraben, Engelberg OW

Zum Schutz von Siedlungsgebiet vor Lawinen und Murgängen wurde im Pfaffengraben ein Lawinenablenkdamm und Gerinneverbau realisiert. Die Planung und Bauleitung wurde durch unser Büro ausgeführt.

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Mai 2010: Bach- und Hangverbau Mitteldorfbach, Oberägeri ZG

Im Bereich der neuen Überbauung Riedmattli wurde der angrenzende Mitteldorfbach mit den steilen Böschungen mit Holzverbauungen gesichert. Die Planung und Bauleitung vor Ort erfolgte durch unser Büro im Auftrag der Gemeinde Oberägeri.

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April 2010: Sanierung Foribach – Abschnitt Sidern-Dossen, Kerns OW

Im Rahmen der Optimierung der Hochwassersicherheit im Bereich der Schulhausanlage Dossen wurden neben dem Ausbau des Gerinnes auch die Durchflusskapazitäten von 3 Brücken beim Foribach erhöht. Die belop gmbh durfte in Zusammenarbeit mit der Durrer + Partner AG die Projektierung und Bauleitung im Auftrag der Einwohnergemeinde Kerns durchführen.

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April 2010: Bachöffnung Eggeligraben, Kägiswil (OW)

Der Eggeligraben Nord kann bei intensiven und kurzen Starkniederschlägen heftig anspringen, aus seinem Gerinne ausbrechen und in Richtung des Siedlungsgebietes Kreuzstrasse laufen. Bisher lief der Eggeligraben kurz nach der Liegenschaft Eggeli in ein sanierungsbedürftiges 30 cm Rohr, das schon mehrere Male dazu führte, dass der Einlauf bei kurzen und heftigen Gewittern verstopfte und Wasser ohne Intervention in Richtung der Siedlung bei der Kreuzstrasse lief. Die Gemeinde Sarnen entschied sich den Bach zu öffnen und erteilte unserem Büro im Juli 2008 den Auftrag für eine kurze Vorstudie. Aufbauend auf der Vorstudie wurden wir im September 2008 von der Gemeinde Sarnen beauftragt, ein Bauprojekt auszuarbeiten und bei der Ausführung zu begleiten.

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März 2010: Variantenstudium Gesamtkonzept Foribach, Kerns (OW)

Der Foribach führte in den letzten Jahren gleich drei Mal zu grossflächigen Überschwemmungen des Siedlungsgebiets von Kerns. Um zukünftige Schäden zu reduzieren, erteilte uns die Gemeinde Kerns den Auftrag, ein Hochwasserschutzkonzept und Variantenstudium zum Foribach zu erstellen. Dieses beinhaltet einerseits eine umfassende Gefahrenbeurteilung (Hochwasser- und Geschiebebeurteilung, Szenarien), andererseits  Massnahmenvorschläge für verschiedene potenzielle Ausbruchstellen des Foribachs.

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März 2010: Schutzkonzept Dornibach (SZ)

Murgänge aus dem Dornibach nahe Sisikon verschütteten im August 2005 sowohl die Axenstrasse als auch die SBB, so dass diese wichtigen Verkehrsachsen mehrere Tage gesperrt bleiben mussten. Im Auftrag der Schweizerischen Bundesbahnen SBB konnten wir auf Stufe Vorstudie eine detaillierte Gefahrenbeurteilung sowie Szenarien als Grundlage für die Massnahmenplanung und den Variantenentscheid erstellen. Zusätzlich wurden durch unser Büro der aktuelle Umweltzustand im Perimeter der geplanten Massnahmen dargelegt und mögliche Auswirkung der geplanten Massnahmen auf die Umwelt und Landschaft aufgezeigt. Mittlerweile wurde ein Vorprojekt und Bauprojekt erarbeitet, bei welchen wir die SBB aus Sicht Naturgefahren unterstützt haben. Zusätzlich haben wir die Kosten-Nutzen-Wirksamkeit des Projekts mit EconoMe berechnet.

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Dezember 2009: Handbuch zur Dissertation von Eva Gertsch für Publikation bei UNESCO ISI

Die Dissertation von Eva Gertsch: „Geschiebelieferung alpiner Wildbachsystem bei Grossereignissen – Ereignisanalysen und Entwicklung eines Abschätzverfahrens“ (elektronischer Download) wird in Kurzform auf Englisch übersetzt und im Rahmen der UNESCO International Sediment Initiative ISI publiziert. Im Auftrag des Bundesamts für Umwelt ging es nun in einem ersten Schritt darum, die Arbeit zu kürzen und in eine Handbuchform zu bringen.

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Juni 2009: Bachverbauung Chlingengraben, Sarnen (OW)

Im Rahmen des Integralen Sanierungskonzeptes Westliche Sarnersee-Wildbäche wurde der Unterlauf des Chlingengrabens mit einem Geschiebesammler und einer Raubettrinne ausgebaut. Die Planung und Bauleitung erfolgte durch unser Büro, im Auftrag der Gemeinde Sarnen.

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März 2009: Hangsicherung Kraftwerk Rheinfelden (AG)

Während dem Neubau des Flusskraftwerkes Rheinfelden ereignete sich ein Böschungsrutsch. Um genügend Platz für den Kahntransportweg zu schaffen, musste der Hang mit Holzkästen und Hangrosten gesichert werden. Hierzu wurde Robinien- und Kastanienholz verwendet. Die Arbeiten wurden durch unser Büro geplant und durch den Forst Lungern ausgeführt.

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Juli 2008: Rauhbettrinne Diesselbach – Melchtal, Kerns (OW)

Damit in Zukunft Schäden im Siedlungsgebiet vermieden werden können, wurde der Diesselbach auf einer Länge von 400 m mit einer Rauhbettrinne verbaut (teilweise in Hinterbeton). Den Auftrag zur Planung und Bauleitung erteilte uns die Gemeinde Kerns.

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Mai 2008: Wiederherstellung Bachverbauungen Schinberggraben, Lungern (OW)

In den Jahren 2007/2008 wurden im Schinberggraben die alten Holzverbauungen durch eine Neue ersetzt. Die Überfallkante wie auch die Seitenleitwerke wurden mit Douglasienhölzern erstellt, die restlichen Teile aus Fichte/Tanne. Die Planung und Bauleitung erfolgte durch unser Büro im Auftrag der Teilsame Lungern Dorf.

Konzeption: AKOMAG Corporate Communications AG | Umsetzung: mexan AG - Online Agentur